Sommer

maehdrescher2

Jedes Jahr ist anders – aber dieses Jahr war schon sehr speziell:

Das Frühjahr extrem kalt, grau und naß, die Vegetation um 3 bis 4 Wochen verzögert.

Die kühle Witterung blieb beharrlich bis Ende Mai, das Getreide wuchs beständig aber sehr langsam.

Das Frühjahrshochwasser floß über unsere Wiesen – ein Großteil der Heuernte mußte „vernichtet“ werden: wir haben große Haufen braunes Gras zusammengefahren, die nun verkompostieren und im nächsten Jahr als Dünger auf dem Acker verteilt werden. Es ist also eher eine Umnutzung, die allerdings sehr arbeits- und kostenintensiv ist.

Glück gehabt: unsere Getreidefelder befinden sich überwiegend außerhalb des Überschwemmungsgebietes und wurden kaum geschädigt :-)

Die warme Juni- und Julisonne hat das Getreide reifen und trocknen lassen und zuguterletzt für eine gute Ernte gesorgt. Die Getreidequalitäten sind laut Analysen sehr gut und wir hoffen, daß unser Backteam köstliche Brote und Brötchen daraus zaubern wird. Bis dahin wird es allerdings noch etwas dauern – das Getreide muß noch nachreifen:

Zuerst lagert Friedrich das Korn in großen Silos in unserer Scheune ein. Nachts wird mit Gebläsen kühle Luft durch das Getreide geblasen, um es so nach und nach auf ca Grad abzukühlen und damit lagerfähig zu machen. So ruht der Getreidestapel mindestens 6 Wochen. Im Korn findet eine Nachreife statt, die enzymatischen Prozesse kommen zur Ruhe. Erst danach entfaltet das Getreide seine volle Backfähigkeit.

Nun wird das Getreide chargenweise gereinigt, abgesackt und in der Backstube täglich frisch zu duftendem Vollkornmehl vermahlen.

Wie gesagt: noch wissen wir nicht, wie sich die neue Ernte verbacken läßt und warten gespannt auf das frisch gereinigte Getreide – ab Mitte September wird das Rätsel gelöst :D